· 

Unser Kurzhauber goes offroad!

Barrage Abdelmoumen - Tafraoute - Icht (Marokko)

Jetzt geht's los.... die Spannung steigt! Wir fühlen uns bestens vorbereitet. Haben in Marrakech nochmal alle Reserven aufgefüllt und zusammen mit Markus den halben Marjane leer gekauft. Während ich (Ela) Angst hatte, dass Trinkwasser und Gemüse leer gehen und uns von diesen Dingen einen dicken Vorrat zugelegt habe, hat Markus eher sein Keks- und Süßigkeitensortiment aufgestockt :) Als Daniel, der auf Merlin und Bolle aufgepasst hatte, meinen übervollen Einkaufswagen sah, musste er den Kopf schütteln: "Schatz, wir fahren doch nur für ein paar Tage weg...keine Panik!"

Man kann ja nie wissen ;) ....

 

Unsere erste Nacht wollten wir am Barrage Abdelmoumen verbringen, einem einsamen und idyllischen Stausee, an dem Knut und Silke mit ihren Hunden vor ein paar Tagen gestanden hatten. Die erste Nacht in Marokko frei stehen....mann ist das aufregend. Und dann auch noch mit dem Wissen, dass wir nun in den kommenden Tagen keinen Campingplatz mehr anfahren und die modernen Einkaufs- sowie Wasserversorgungsmöglichkeiten rar werden. Wir freuen uns riesig! Man muss dazu sagen, dass Campingplätze eigentlich überhaupt nicht unser Ding sind. Wir übernachten lieber wild in freier Natur, allerdings ist das in Marokko, vor allem im Norden, nicht überall möglich. Im Süden allerdings schon eher.

Wir beschließen, ab Marrakech fortan nur noch Landstraßen zu fahren und die Autobahnen zu meiden. Erstens sind die garnicht mal so günstig und zweitens haben wir ja Zeit, um uns Land und Leute genauer anschauen zu können. Am Stausee angekommen mussten wir erstmal die Zufahrt suchen....leider gab es keine ;) Das Offroad-Abenteuer startete in diesem Moment und die erste Herausforderung war bereits da: Wir bugsierten unseren tonnenschweren Bolle querfeldein über einen mega steilen Geröll-Berg ohne zu wissen, wie es hinter dem Gipfel aussieht. Und es hat sich gelohnt...

Wir blickten auf einen riesigen See und freuten uns, dass wir hier ein vermeintlich sicheres und ruhiges Plätzchen gefunden hatten... zumindest bis zu diesem Zeitpunkt ;). Wir hatten gerade unsere Zelte aufgeschlagen, das Lagerfeuer angezündet und die Grillsachen bereit gestellt, als plötzlich ein starkes Unwetter aufzieht. Mist...nix da mit dem ersten Feuergelage in freier Natur :/ Naja, es war trotz alledem lustig, denn Markus und Daniel hatten eine Challenge, wer zuerst den Blitz mit der Kamera einfängt. Daniel hat gewonnen!! :D Hier der Beweis....

 

Doch die Nacht sollte noch mystischer werden...

 

Es klopft plötzlich an der Tür und wir schrecken aus dem Schlaf hoch. Erst einmal kurz sammeln und auf die Uhr schauen... 0.30 Uhr...draußen tobt der Sturm und es schüttet wie aus Eimern.

Ist das Markus? - Nie im Leben würde der sich im Pyjama bei solch einem Starkregen aus seinem Dachzelt bequemen. Da nutzt er doch lieber Whats App. Ok, ruhig bleiben.

Wir hören Schritte um unser Wohnmobil..... Merlin, unser guter alter Wachhund fängt an zu winseln. Ist das sein ernst??? Mensch Merlin, kannst du nicht wenigstens so tun als wärst du ein böser Hund???

Es klopft wieder an der Tür.... Daniel hat nun den höchsten Adrenalinpegel erreicht und  steht wütend aus dem Bett auf....

Ela ruft gutgläubig: "Einen Moment, wir kommen gleich!" :D

Daniel sagt: "Schatz ist das dein ernst??"

Ela: "Warum nicht, ist doch bestimmt die Polizei"

...aber wie sollte die mit ihrem Karren hier überhaupt hinkommen?? Daniel nimmt seine schwere Maglite Taschenlampe in die eine Hand und öffnet mit der anderen das Fenster in unserer Eingangstüre. Vor ihm steht ein völlig durchnässter Marokkaner in einer zerfetzten kurzen Leggins. Er führt die Hand zum Mund. Er scheint hungrig zu sein. Der Arme Mann tut uns irgendwie leid, also geben wir ihm ein Schokocroissant (Brot hatten wir leider keines mehr). Er nimmt es wort- und emotionslos an und wir beschließen, uns wieder hinzulegen. Vorsichtshalber lassen wir aber unser Außenlicht an, damit wir in dieser Nacht besser sehen, wer vor der Tür steht. Puh, was ein Schreck...erst mal wieder in die Koje hüpfen und weiterschlafen, denn seit Zoe das Licht der Welt erblickt hat, hat sie morgens mit uns in punkto früh Aufstehen kein Erbarmen.

 

10 min später.... an Schlaf ist nach dem Adrenalinstoß noch nicht wirklich zu denken und wir linsen beide heimlich aus unserem Bettfenster heraus. Da setzt sich der Marokkaner doch tatsächlich völlig hemmungslos unter Markus' Dachzelt, mit dem Rücken an sein Hinterrad gelehnt und Blick auf die Leiter!

Ich mache mir Sorgen. Wenn Markus die Geräusche hört und jetzt die Leiter hinabsteigt, bekommt der einen Schock für's Leben und fällt womöglich rückwärts von der Leiter!! Nee, das können wir nicht verantworten. Daniel beschließt, Markus anzurufen, doch der geht nicht ran. Hört der den Krach in seinem dünnen Dachzelt etwa nicht?? Naja, wenigstens eine Whats App.....Daniel tippt und liest laut vor:

"Hey Markus, nicht dass du dich erschrickst, aber da sitzt ein Mensch unter deinem Dachzelt..."

Ich: "Das kannst du nicht schreiben, der kriegt 'nen Schock für's Leben.... das muss man ihm schonend beibringen :D"

Wir haben es dann umformuliert. Eine Antwort blieb allerdings aus.

 

Irgendwie tut der Mann uns echt leid, denn das Dachzelt ist der einzige Schutz vor Regen, den er in diesem Moment zur Verfügung hat. Aber früher oder später wird Markus von dem "Gekruschtel" wach werden. Wir beschließen, dass Markus uns wichtiger ist und schalten das Außenlicht wieder aus, in der Hoffnung, dass der Mann unser Camp dann  verlässt. Dann hören wir Schritte...Der Marokkaner scheint mit seiner Taschenlampe um unser Wohnmobil herrum zu gehen.

Daniel springt auf und hechtet durch unseren Durchgang ins Führerhaus um zu checken, ob wir wirklich alles abgeschlossen haben. Dann klopft es plötzlich wieder an unserer Tür. Nun wird Daniel "leicht aggressiv", reißt wieder das Fenster auf und gibt dem Mann zu verstehen, dass es mitten in der Nacht ist und wir gerne schlafen würden. Doch der Marokkaner deutete auf seine nasse Leggins. Er wollte eine frische Hose von uns haben.

Sein ernst??? Nein, das geht nun wirklich zu weit. 

 

Daniel sagt zu ihm, dass er die Polizei rufen wird, wenn er uns nicht in Ruhe lässt. Daraufhin dreht der Marokkaner sich um, beugt sich nach vorne und entblößt sein Hinterteil. Es hört sich wirklich lustiger an als es in dieser Situation war.

"GO...NOW"!

Daniel's Worte scheinen zu fruchten und so stapft der Mann langsam davon. Nun raschelt es in Markus' Dachzelt und er fragt doch tatsächlich:

"Ist alles in Ordnung bei euch??"

Er hat das ganze Spektakel verschlafen, das Murmeltier! Ja...so war unsere erste Nacht frei campen :)

 

Am nächsten Morgen wurden wir von den ersten Sonnenstrahlen "wachgeküsst". Es war herrliches Wetter! Wir frotzelten beim Frühstück mit Markus über die letzte Nacht und traten dann die Weiterreise an. Wir fuhren durch die traumhafte Felsenlandschaft des Anti-Atlas und haben Glück, denn genau jetzt im Februar blüht die Mandelblüte und hüllt die kargen Steppe in eine weiß-rosa Farbenpracht ein. Auf den ersten Blick scheint es als wäre man im Niemandsland. Hier kann doch kein Mensch überleben. Doch tatsächlich sehen wir immer wieder völlig zerfallene bewohnte Lehmhütten oder gar Zelte, in denen ganze Familien leben. Sie haben das Paradies genau vor ihrer "Haustüre" (ok, Haustüren gibt es dort nicht), leben fernab von der Zivilisation und Luxus. Und ihnen scheint es blendend zu gehen! Die Marokkaner, insbesondere die Kinder in dieser Region, kommen angerannt und winken uns. Sie schenken uns ihr breitestes Grinsen und freuen sich über Besuch in ihrer kleinen Siedlung. Ich werde nachdenklich. Die Menschen, die hier haben nicht viel. Sie haben keine Berufsunfähigkeitsversicherung, keine Altersvorsorge (außer ihre Kinder). Sie besitzen ein paar Tiere und tauschen ihre Waren. Und dennoch scheinen sie sehr glücklich. Ob es hier so etwas wie Burn-Out, Depression oder Krebs gibt? Die Kinder spielen mit glänzenden Augen mit Steinen und Schrott, während wir in Deutschland unseren Kindern immer wieder neues Spielzeug schenken. Hier in Marokko wird unser Müll, den wir in Deutschland wegwerfen (ob Autos, Kleidung oder Spielzeug) aufgewertet und noch jahrelang benutzt. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft im völligen Überfluss. 

Die Freundlichkeit der Menschen ist allerdings nicht überall gegeben. Wir sind auch durch Dörfer gefahren, in denen Kinder mit der bloßen Hand im Vorbeifahren gegen unsere Kabine geschlagen und uns einen "gepflegten Mittelfinger" entgegengestreckt haben. Anfangs waren wir entsetzt. Mit der Zeit kann ich sie auch ein wenig verstehen: Da kommen die in ihren Augen "reichen" Wohnmobilsten und fahren durch ihre Straße, während sie selbst nichts haben. 

Es ist wirklich von Region zu Region unterschiedlich. Im einen Dorf schenkt ein kleines Mädchen Markus einen selbstgebastelten Strohstern und hat keinerlei Erwartungen. Viele Menschen und Kinder grüßen mit einem breiten Grinsen und freuen sich, dass man vorbei kommt und ihnen winkt.  In der anderen Region, insbesondere in den Bergen, wo das Ausweichen auf den engen Serpentinen kaum möglich ist, rennen die Kinder manchmal leider auch vor's Auto und wollen Zigaretten haben. Gerne möchten wir den Menschen hier etwas schenken, in manchen Fällen tun wir das auch, aber oftmals wollen sie dann immer mehr und lassen danach erst recht nicht locker. Mit der Zeit steigt dann auch ihre Erwartungshaltung, die dann der nächste Tourist zu spüren bekommt....ein Kreislauf. Wir wissen noch nicht so recht, wie wir damit umgehen sollen. Kugelschreiber verschenken wir aus diesem Grund grundsätzlich nie.

Wir erreichen die Stadt Tafraoute. Sie ist sehr touristisch ausgelegt und es wimmelt nur so von Campern. In der Stadt entdecken wir am Straßenrand eine Lackiererei mit einer Warteschlange von 5 Wohnmobilen davor. Die Arbeiter schliffen, lackierten, spachtelten und polierten im Akkord mitten auf der Straße. Dazwischen hatten sich die Touristen ihre Campingstühle und Tische aufgebaut, um sich die Wartezeit zu versüßen. Sie strickten, quatschten oder begutachteten die Arbeiten an ihrem Camper. In Deutschland schoben wir die Rostbeseitigungs- und Lackierarbeiten bislang hinaus, da es extrem teuer ist. Wir würden dort ca. 10.000 Euro bezahlen! Beim Vorbeifahren an der marokkanischen Lackiererei erinnert sich Daniel, dass er von dem Laden schon öfters im Internet gelesen hat. Es ist viel günstiger als in Deutschland (klar, man kann es mit deutscher Qualität auch nicht wirklich vergleichen), aber er hatte viele Erfahrungsberichte gelesen von Menschen, die sehr zufrieden waren und die Warteschlange spricht für sich. Kurzfristig entschieden wir, dem Chef unseren Bolle mal vorzustellen....ganz spontan besprachen wir alle Details und vereinbarten einen Termin am 1. März. Mal sehen, ob er ihn einhält. Er hat es zumindest in sein Terminbuch notiert (Termine vergibt er normalerweise nicht, allerdings half uns hier mal wieder der Baby-Bonus). Wir lassen bei dieser Gelegenheit dann auch gleich die ganze Wohnkabine neu verfugen. Das ist mit einem hohen Stundenaufwand verbunden. Letztenendes kampiert man mindestens 1 Woche lang auf der Straße. Er hat uns einen Komplettpreis angeboten für sagenhafte 1.300 Euro. Soviel kostet in Deutschland gerade mal die Farbe und das Zubehör. Wir erwarten keine deutsche Wertarbeit, aber unser Bolle benötigt unbedingt eine Rostbehandlung und unser Dach hat bereits rissige Fugen. Der Lack an der Wohnkabine ist auch nicht mehr dolle. Es kann also nur besser werden :) Und 1.300 Euro sind allemal besser als 10.000 Euro. So entschieden wir, dass wir auf jeden Fall nach Tafraoute zurückkehren möchten, um die Arbeiten in Angriff zu nehmen. Unser Bolle bekommt eine neue Farbe :D

 

Nun geht es aber erst einmal weiter mit unserer Tour....

Wir durchfahren zahlreiche winzig kleine Palmenoasen. Es ist wunderschön! Landschaftlich gesehen ist Marokko, insbesondere fernab der Touristenhochburgen, ein absoluter Traum! So vielfältig! Wir sind uns jetzt schon sicher, dass es eines unserer Lieblingsreiseländer wird und wir wieder kommen möchten bevor unsere Zoe schulpflichtig wird. 

Nach den Palmenoasen kann das Offroad-Abenteuer so richtig beginnen, denn nun fahren wir in einen "Oued", ein ausgetrocknetes breites Flussbett voller riesiger Steine. Doch dann ist erst mal Zeit für eine Mittagspause und so halten wir an, genießen die Natur und gönnen uns etwas zu Essen. Markus und Daniel haben bereits 1a - Feuerholz gesichtet und machen sich mit der Axt daran zu schaffen. Merlin fühlt sich inmitten der ganzen Baumstämme wie im siebten Himmel und hilft fleißig mit, während ich mich mit Zoe in den Sand setze und ihr die Steine zeige.

Im Anschluss daran machten wir uns wieder auf den Weg. Die Steine waren zum Teil echt heftig! Hier kommt man wirklich nur mit einem geländetauglichen 4x4 Fahrzeug durch. Der Kia und unser Bolle machen das super, wir ergänzen uns gut! Mal fährt der eine vor um zu schauen was nach der Kurve kommt, mal der andere. Wir sind ein super Team und es macht riesigen Spaß!

 

Natürlich muss  es auch irgendwann mal die erste "Panne" geben. Hihi...und die hatte Markus ;). Beim Vorausfahren sehen wir nur von weitem, wie Markus plötzlich zurücksetzt und sein Auto einen großen Sprung macht. Markus steigt aus und geht ums Auto. Schnell kommen wir hinterher gefahren und können uns das Lachen erst einmal nicht verkneifen ;) "Markus, wie hast du das denn bloß geschafft??" Da hat er sich doch tatsächlich beim ruckartigen Zurücksetzen von einem spitzen großen Stein "aufspießen" gelassen. Markus muss selbst lachen. Nun heißt es in Ruhe überlegen, wie wir ihn da wieder runter bekommen. Einfach darüber fahren würde bedeuten, dass er sich den Dieseltank komplett aufschlitzt. Das wäre das Ende unserer Tour. Ganz vorsichtig haben die Jungs das Auto unterbaut und so konnten wir nach 1,5 Std. weiterfahren. Allerdings war bei solch großen Brocken das Durchkommen nur in Schrittgeschwindigkeit möglich. Wir mussten oft aussteigen, Steine zur Seite rollen und uns gegenseitig lotsen. Merlin, ich und die kleine Maus konnten so den ein oder anderen Spaziergang im Freien machen und nebenher laufen... und fotografieren ;).

Als wir unser Nachtlager einrichteten, bekamen wir plötzlich Besuch von einer riesigen Ziegenherde mit gefühlt 250 Tieren und 2 Hirten. Wo kommen die denn auf einmal her?? Wir hatten in den letzten Stunden weit und breit keine Menschenseele gesehen. Einer der beiden Hirten, er war schon sehr alt, kam zu uns und begrüßte uns mit einem freundlichen Lächeln. Den Jungs gab er sogar die Hand. Vor Merlin hatte er Angst, also nahm ich ihn an die Leine. Er musterte uns und den LKW, dann wieder Merlin....dann uns und wieder den LKW...und er blieb einfach stehen. Wir fragten uns, ob er eventuell etwas wolle und schenkten ihm eine Tafel Milka-Schokolade. Er nahm die Schoki und schaute ziemlich komisch drein,  nach dem Motto "Ist das alles?? Eine Tafel Schokolade...habt ihr nicht mehr zu bieten?". Er bedankte sich auch nicht und blieb einfach stehen. Sein Gesichtsausdruck hatte etwas Beleidigtes und Belehrendes zugleich. Wir sind grundsätzlich immer bereit, etwas zu schenken und zurück zu geben. Aber definitiv nicht als Belohnung für solch ein einforderndes Verhalten. Wir waren etwas enttäuscht, dass er eigentlich nur gekommen war, um uns so viel wie möglich abzuknöpfen. Gerne hätten wir ihn eingeladen, sich mit uns ans Lagerfeuer zu setzen. Wir entschieden gemeinsam, dass wir ihm nichts weiter geben möchten und ignorierten ihn. Erst nach gefühlt 10 min (und die waren echt lange), drehte er sich um und ging fort.

Nach einen tollen Abend am Lagerfeuer und einer ruhigen Nacht ging es für uns weiter. 

Kurz vor der nächsten Nacht trafen wir auf eine Militärkontrolle. Wir waren noch immer im Oued unterwegs und man fragte uns, wo wir hin fahren. Wir deuteten auf den nächsten Wegpunkt im Navi, unsere Endstation der Route, Icht. So macht man das immer in einer Kontrolle... damit geben sie sich dann zufrieden und lassen einen passieren. Sie schauten etwas ungläubig drein, aber angesichts dessen, dass ich Zoe gerade im Auto stillte, ließen sie uns in Ruhe. Eigentlich wollten wir soeben unser Nachtlager hier aufschlagen, aber aufgrund unserer Aussage, wir würden in die nächste Stadt fahren, können wir das nicht wirklich bringen. Naja, wir fuhren noch ein paar Kurven weiter und schlugen dann unser Nachtlager auf. Am Abend kam das Militärauto wieder zurück. Wir beobachteten es im Fernglas von Weitem, ob sie auf uns zufuhren. Genau in diesem Moment schauten die Soldaten ebenfalls in ihr Fernrohr und so sah man sich gegenseitig ;) Das war etwas strange.....allerdings ließen sie uns hier verweilen. 

 

Insgesamt war es eine super schöne, aber auch sehr anstrengende Tour. Die Steine sorgten für ordentlich "Gehoppel" im Fahrerhaus, sodass ich mit Zoe ab und zu in Markus' Auto mitgefahren bin oder Daniel mit ihr und Merlin ein paar Kilometer zu Fuß wanderten. Wir entscheiden, nach unserer Tour unsere Blattfedern richten zu lassen, damit wir ruhiger durch's Gelände fahren können. Im Kia fährt es sich deutlich komfortabler als in unserem Bolle....das müssen wir ändern!  Nun freuen wir uns aber erst einmal auf die nächste Tour, die weniger Steine, dafür mehr Wüstencharakter hat. Im nächsten Beitrag geht es ins Draa-Tal.... dort haben wir ebenfalls viel erlebt. Ihr könnt also gespannt sein... :)

 

Bis ganz bald,

die glücklichen Umbaker's


Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Marly (Dienstag, 14 Februar 2017 17:29)

    Mein Gott, soviel Abenteuer. Ich kann mich nur wiederholen. Ich beneide Euch um Eure Jugend und den Unternehmungsgeist. So viele Erlebnisse und sicherlich auch Stresssituationen in der jungen Ehe - Hut ab, dass ihr sie so toll meistert. Die Bilder sind traumhaft und die kleine Zoe sieht glücklich und pumperlgsund aus. Weiterhin gute Reise. Herzlichst Eure Marly

  • #2

    Globulli-Team (Dienstag, 14 Februar 2017 18:07)

    Hallo Marly,
    Das stimmt.... uns wird wirklich nicht langweilig ;) deshalb nenne wir es auch nicht "Urlaub", sondern Reise. Wir haben immer etwas zu tun... aber es ist wirklich toll und wir genießen die Zeit zusammen. Bis auf die zahnungsbedingten Beschwerden (die jedes Baby zuhause genauso durchmachen muss), geht es der Maus echt blendend.... Lg aus Der Nähe von Agadir (Werkstattbesuch)

  • #3

    Luca und Carmen (Donnerstag, 16 Februar 2017 22:25)

    Wow, da habt ihr ja echt einiges erlebt. Wahnsinnig wie ihr das so gemeistert bekommt. Bei meiner Afrikareise wurde uns von der Reiseleitung gesagt, dass man einem Kind eigentlich nichts geben soll, da dann gleich eine Horde Kinder ankommt und wie ihr auch schon festgestellt habt, immer mehr wollen und es dann auch immer erwahrten. Die Thematik und der Umgang damit ist nicht einfach.
    Ich merke schon, ihr steigert so nach und nach den Spannungsbogen.
    Passt gut auf euch auf. Wir drücken euch und haben euch lieb.
    Luca und Carmen